• Allgemein,  Kultur,  Reisen

    Ein kleines Stück eigenes Paradies

    Es ist Samstag, das Wetter ist angenehm. Zu kalt für ein Picknick im Park, aber auch zu warm und sonnig, um in der Wohnung zu bleiben. Also schwinge ich mich auf mein Fahrrad und mache mich auf zu einer kleinen spontanen Tour. Einmal quer durch Dortmund geht es an einem kleinen Waldstück vorbei runter zur Emscher. Dort, an der Grenze zwischen Innenstadt und Hörde, steht das Viadukt der ehemaligen Schlackebahn des Hochofengeländes Phoenix West. Entlang der Emscher geht es dann für mich wieder Richtung Nord-Westen. Immer wieder liegt mir dabei der Geruch von frisch angefeuerten Grills und gerade brutzelnden Würstchen in der Nase. Er kommt aus den zahlreichen Parzellen der…

  • Allgemein

    Italienisch für Anfänger

    In Italien ist Bildung ein universelles Recht und dieses Recht wird allen Erwachsenen und minderjährigen Flüchtlingen, unabhängig von ihrer Nationalität, garantiert. Aufgrund dieses Prinzips sind die Schulen verpflichtet, die Einschreibungen seitens der Flüchtlinge zu akzeptieren, auch wenn diese keine Ausweispapiere haben, da das Fehlen von Dokumenten sie nicht daran hindern sollte, das Recht auf Bildung auszuüben. Dank dieser Verordnungen werden die italienischen Schulen immer multikultureller. Die zunehmende Anwesenheit ausländischer Kinder und Jugendlicher verursacht jedoch auch Probleme, da die Lernprogramme langsamer voranschreiten, weil die Schulen versuchen, niemanden zurückzulassen.

  • Allgemein,  Kultur,  Literatur

    Leipziger Buchmesse

    Die Leipziger Buchmesse ist, nach der Frankfurter, die zweitgrößte Messe für Bücher und Verlage in Deutschland. Damit bietet sie eine gute Gelegenheit, Buchneuerscheinungen zu präsentieren oder auch die Arbeit von Branchen rund um die gedruckte oder digitale Schrift vorzustellen. Auch die Bereiche, die sich mit dem Füllstoff der Bücher, der Sprache, befassen, sollten auf so einem Großereignis vertreten sein. Daher wurde dieses Jahr ein Gemeinschaftsstand vom IFB-Verlag und dem Verein Deutsche Sprache, kurz VDS, organisiert. Denn schließlich gibt es keine bessere Möglichkeit, um Interessierte auf den VDS aufmerksam zu machen, als der persönliche Kontakt.

  • Allgemein

    Italien: Ziel der Flüchtlinge?

    In den letzten Jahren ist Italien, zusammen mit Griechenland, zum Sehnsuchtsort tausender Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge geworden. Aufgrund unserer besonderen geographischen Lage sind wir für Tausende von Afrikanern, Asiaten und Menschen aus dem nahen Osten, die die Europäische Union als Chance auf ein besseres Leben betrachten, zum Sprungbrett für Europa geworden.

  • Allgemein

    Deutsch lernen in Deutschland

    Im letzten Jahr berichtete unsere Bloggerin Lea von ihren Erfahrungen als Stipendiatin des Vereins Deutsche Sprache (VDS) in Ghana. Einer der Schüler, den sie in den vier Wochen an der Universität in Winneba in Deutsch unterrichtet hatte, war Garnet Badu. Das VDS-Stipendium ist auf Gegenseitigkeit angelegt, also jeweils ein Stipendiat aus Deutschland, einer aus dem Gastland. In Abstimmung mit dem DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) bekam Garnet Badu wegen seiner guten Leistungen die Möglichkeit für seinen ersten Besuch in Deutschland. Nach monatelangen Planungen war es dann soweit: Vom 6. bis 29. August besuchte Garnet aus Ghana zum ersten mal in seinem Leben nicht nur Deutschland, sondern überhaupt einen anderen Kontinent als…

  • Allgemein,  Kultur,  Reisen

    Projekt “VDS Sprachsofa”

    Das Projekt „VDS Sprachsofa“ soll den nationalen und internationalen Austausch von VDS-Mitgliedern fördern und dadurch Freundschaften wachsen lassen. Denn wir lieben das Reisen und Kennenlernen neuer Kulturen. Grundlage für diesen Austausch bildet die deutsche Sprache.Wie wäre es, wenn diese Reise, zumindest was die Unterkunft angeht, auch noch kostenlos wäre? Die Idee hinter dem Projekt „VDS Sprachsofa“ ist es, dass VDS-Mitglieder andere VDS-Mitglieder im In- und Ausland besuchen und dort kostenlos übernachten können. Neben einer einfachen Verständigung ist die Erkundung neuer Städte und Menschen aus Sicht eines Ortskundigen die Aufgabe des Projekts.

  • Allgemein

    Deutsche Esperanto-Jugend

    Interview mit Michaela Stegmaier, 22 Jahre, studiert in Braunschweig Umweltnaturwissenschaften und war per Skype zugeschaltet aus Thorn, wo sie ein Auslandssemester absolviert. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Esperanto aktuell“ wird Michaela Stegmaier mit Titelfoto als neue Vorsitzende der Deutschen Esperanto-Jugend vorgestellt. Wir haben sie über Skype gefragt, was das für sie bedeutet.

  • Kultur

    Plötzlich Deutschlehrer

    Zwischen Ankunft in Deutschland und Anerkennung des Asylantrags liegen oft viele Monate. Asylbewerber haben in dieser Zeit keinen Anspruch auf einen offiziellen Deutschkurs. Deswegen sind derzeit Tausende Ehrenamtliche in ganz Deutschland im Einsatz, um Flüchtlingen die deutsche Sprache näher zubringen. In einigen Bundesländern wurden pensionierte Lehrer aufgerufen, sich wieder für den Unterricht zu rüsten. Verlage und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bieten eine Reihe von Handreichungen für den Anfängerunterricht mit heterogenen Lerngruppen an. Eines dieser Pakete trägt den dramatischen Namen „Erste Hilfe Deutsch“. Aber die Mehrheit der neuen Sprachpaten qualifiziert lediglich die Tatsache, dass das Deutsche ihre Muttersprache ist.

  • Kultur

    Jugendliche interpretieren Ortlepps “Fieschi”

    Die Jugendlichen der Theatergruppe „Karambolage“ des Theaterpädagogischen Zentrums Zeitz befassten sich intensiv mit der Literatur des Vormärz, speziell mit Ernst Ortlepps Poem „Fieschi“, und brachten ihre szenischen Splitter mit dem Titel „Die Höllenmaschine“ am 24.06.2015 im Schloss Moritzburg Zeitz zur Aufführung.

  • Rezensionen

    Misantrophisches Kunstwerk – der neue Film von Roy Andersson

    Die letzte Szene im neuen Film des schwedischen Regisseurs Roy Andersson macht sprachlos: Britische Kolonialsoldaten zwingen afrikanische Gefangene unter Gewalt in ein riesiges Kupferfass und bereiten darunter ein Feuer. Aus den Grammophon-Lautsprechern an der Metallkonstruktion ertönt daraufhin eine Melodie des Grauens – zur Unterhaltung greiser Zuhörer, die wortlos dastehen und das „Konzert“ bei einem Glas Champagner betrachten. Der Film trägt den Titel „Eine Taube sitzt auf einem Ast und denkt über ihr Leben nach“. Als ich ihn ansah, verließ an dieser Stelle ein weiterer Zuschauer den Kinosaal. Er war nicht der erste. „Viel Spaß noch!“, wünschte er allen und kündigte erbost an, sich bei der Kinoleitung über so ein Programm…