Kultur

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    New York (Teil III)

    Wir fühlen uns wie in ‚good old England’, als wir Edgar Allan Poes letzten Wohnort in der Bronx betreten, der heute noch als kleines Museum erhalten ist – auch wenn der Weg hierher nicht unbedingt Lust auf diesen Stadtteil machte. Wir stehen am Grand Concourse und entdecken das kleine weiße Häuschen zum Glück sehr schnell. Ein warmherziger Brite empfängt uns und wir tauchen ein in die Welt der Literatur und der Kultur und finden nach den anstrengenden Tagen im Großstadtdschungel endlich mal eines: Ruhe. Auch wenn das Poe Cottage genau genommen nur aus drei Räumen besteht, macht der belesene Brite im selbst entworfenen ‚The-Raven-Shirt’ selbst die kleine Hütte zu einem…

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    New York (Teil II)

    Wir stehen am neuen One World Trade Center und stoßen auf das Denkmal zum 11. September – zwei riesige Wasserfälle in 4000 Quadratmeter großen Becken sollen daran erinnern, dass das Leben ein niemals enden wollender Fluss ist.

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    „Ich muss fort – es ist Walpurgisnacht!“

    … heißt es in dem Lied Walpurgisnacht von der Gruppe „Schandmaul“. Und heute Nacht ist es wieder soweit, denn allerlei Hexen treffen sich vielerorts, um den Winter feiernd wegzufegen. Auf dem Harzer Brocken spielt die Rockoper Faust I und im schönen Dortmund geht man dieser Tage zum „Mittelalterlich Phantasie Spectaculum“ (30. April bis 04. Mai), wo man sich mit Gauklern, Rittern und Hexen für ein paar Stunden an einer phantastischen Atmosphäre erfreuen kann. Ihren Namen erhielt die Walpurgisnacht von der englischen Äbtissin Walburga, ihr zum Gedenken soll in dieser Nacht das Hexenwerk abgewehrt werden. Denn die heidnischen Feiern zum Jahreszeitenwechsel sind im Zuge der mittelalterlichen Inquisition verteufelt worden. Goethes Faust…

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    New York (Teil I)

    „Für mich ist New York immer der Ort der Verzauberung, der Erregung, der Lebensfreude; ich möchte niemals irgendwo anders leben…“ Woody Allen Für uns ist es das erste Mal – New York, das erste Mal Amerika, das erste Mal in der neuen Welt. Sieben Tage sind nicht genug, um alles zu entdecken, was es zu entdecken gibt und um alles zu bewundern, was es zu bewundern gibt. Aber, wenn man sich darauf einlässt, reicht es doch, um den besten ersten Eindruck zu kriegen.

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    Gesellschaft ohne Sprache

    Welche Bedeutung hat Sprache in unserem Alltag? Könnten wir ohne sie auskommen? Wie würden wir uns verhalten, wenn plötzlich jegliche Schrift im öffentlichen Leben fehlen würde? – Wir wären hilflos! Denn Sprache und Schrift sind entscheidende Faktoren im menschlichen Orientierungssystem. Unsere Sprache ist das, worauf unsere Kultur fußt; sie bietet Sicherheit und Geborgenheit. Hierbei geht es nicht nur um gesprochene oder geschriebene Sprache – auch Blindenschrift oder Gebärdensprache zählen dazu. Sie alle sind neben der Mimik Kommunikationsmittel des Menschen. Könnten wir ohne Sprache den richtigen Zug am Bahnhof finden oder eine Straße in einer fremdem Stadt finden? Wie sollten wir Verkehrsregeln folgen oder die richtige Klingel drücken?

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    Iss langsam, Kind!

    „Man soll jeden Bissen 32 mal kauen, ehe man ihn herunterschluckt“ – ein Satz, den ich in meiner Kindheit oft gehört habe. Nicht schlingen, langsam essen und genießen, das wollten meine Mitesser mir vermitteln. Wesentlich weiter greift das Konzept des Vereins Slow Food (slow = langsam, food = Essen). Gegründet wurde die Bewegung in Italien im Jahr 1986 von dem Journalisten und Soziologen Carlo Petrini. Der Verein zur Erhaltung der Esskultur schrieb sich auf die Fahne, sich für gutes Essen, Genuss und gegen hektisches Leben einzusetzen. 1992 wurde mit Slow Food Deutschland der erste Verein außerhalb Italiens gegründet.

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    Mit Arne Rautenberg im Gespräch

    Es war einer der Tage, wie der Lyriker, Schriftsteller und Künstler Arne Rautenberg sie in „Hokusais Sonntagnachmittagspaziergang“ beschreibt: „Es war einer der Tage, an denen das Wesentliche kaum auffällt. Ja, es ist kalt. Ja, der Himmel ist bedeckt. Und ja, das dumpfe Grau, das sich um den Tag rankt, es raubt einem alle Lust. Doch das ist nichts Besonderes. Derlei Wintertage sind hier im Norden eher die Regel als die Ausnahme. Allerdings kann es passieren, dass man am Ende eines solchen Winters mit einem Mal innehält und sich an nichts anderes erinnert als an ein Gefühl des Bedrängtwerdens. An ein Gefühl, das auf eine unerklärliche Art von oben in einen…

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    Eine subjektive Meinung zur Bildung

    In den letzten Tagen kursierte im Internet ein Eintrag einer 17-jährigen Kölner Schülerin Naina, den sie auf ihrem Twitter-Profil veröffentlichte: „Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen“. Diese kleine Textpassage löste sowohl im Internet als auch in örtlichen Medien ein enormes Echo aus. Selbst das Bildungsministerium schaltete sich mittlerweile ein. Aber wie steht es nun wirklich um unsere Schulbildung? Eine (subjektive) Meinung.